Community Garden SW II

Wenn sich Menschen zusammentun, etwas gemeinsam zu gestalten, kann etwas Schönes werden. So trafen sich am 04. März 2017 wirklich viele Gärtner jeden Alters, gruben alte Zäune aus, welche Parzellen voneinander trennten, beschnitten Obstbäume und Sträucher, beratschlagten, welche Bäume weichen und welche dort angesiedelt werden sollen.
Es ist der Aufbruch in etwas Neues. Am Donnerstag, den 09. März 2017 wird es um 16:00 Uhr im Quartiersbüro ein Planungstreffen geben, zu dem jeder eigene Ideen zur Diskussion bringen kann, damit ein Gemeinschaftsgarten daraus wird.

Die Pionierinnen des “neueren” urbanen Gärtnerns in Deutschland haben hier eine Sammlung ausgezeichneter Planungshilfen für Urbane Gemeinschaftsgärten  zusammengestellt.

 

Pläne von Greifswald mit (oder von?) Schönwalde II

Dieser Artikel ist mehr eine Gedächtnisstütze zu Schönwalde II betreffende Dokumente, welche offiziell von https://www.greifswald.de verlinkt sind und stellt keinerlei eigene Beiträge dar. Bei Bedarf, wächst diese Linksammlung.

Schönwalde II gratuliert der Innenstadt zur Vitalität

Schönwalde II: Hallo! Nein wirklich, so betagt und noch so vital! Gratuliere! Wie machen Sie das bloß?

Innenstadt: Ich habe mich eben jahrzehntelang in städtebaulicher Qualität geübt und mich immer um meine Fassadengestaltung gekümmert, meine öffentliche Plätze gestaltet, in meinen Grünanlagen gegärtnert, mein Stadtmobiliar passend ausgesucht und meine Wegebeziehungen gepflegt.

Schönwalde II: Toll!

Innenstadt: Es lohnt sich eben immer brav und sauber zu sein. Ich glaub ich bin auf dem richtigen Weg!

Schönwalde II: Ja?

Innenstadt: Ich bin sogar auf Platz 1 bei Stadtambiente und Flair …

Schönwalde II: Tja, aber was ist denn mit Ihrer Magnetwirkung los? Ich meine, Sie sehen blendend aus, aber zum Einkaufen gehen doch viele gar nicht mehr Shoppen, sondern die Sachen kommen per Boten ins Haus.

Innenstadt: Das Magnetfeld wird überall schwächer und bald gibt es eh einen Polsprung. Wer heute noch auf Einzelhandel ohne reparable Produkte ohne Service setzt, der ist ja geradezu rückwärts orientiert. Rückwärts!

Schönwalde II: Also bei meiner Magnetwirkung war ich mir nie sicher, ob das Phänomen überhaupt existiert. Ich konnte das leider nie wirklich belegen. Deswegen verzeihen Sie mir bitte die Frage. Es ist so beruhigend für mich zu wissen, dass Sie wohl in Zukunft auch ohne Magnet planen müssen.

Innenstadt: Liebes Schönwalde II, war schön mit Ihnen. Ich muss jetzt los und mich noch um mein WLAN kümmern.

Schönwalde II: Machen Sie’s gut. Und kommen Sie mich mal mit Ihrem Marktplatz besuchen!

Es ist alles schon fertig. Das ist das Problem.

“Es ist alles schon fertig, aber es ist auch fertig, die Lösung des Lebens und das Leben muss offen bleiben. Das ist das Problem.
Also Plattenbau ist eigentlich in einer reicheren Gesellschaft, perspektivisch zu betrachten, als in einer ökonomisch beengten Gesellschaft.” *

Schönwalde II wurde von 1974 – 1980 auf den Wiesen nordöstlich der Anklamer Straße errichtet. Seit 1990 bis 2017 sind 27 Jahre vergangen. Das Wohngebiet steht also seit einem halben Jahrhundert, ohne dass etwas wesentliches für die freie Entfaltung, wenn man Sportstätten zum Angebot des “Spielraums” hinzunimmt,  im unmittelbaren Wohnumfeld ergänzt wurde.

Das ursprünglich geplante multifunktionale Stadtteilzentrum (auf dem Standort des heutigen Schönwalde Centers) mit Bibliothek, Mehrzwecksaal mit 470 Plätzen, Gaststätte, Cafés, Milchbar, Wäscheannahme-, einer Obst- und Gemüseverkaufstelle und weiteren Verbesserungen des Wohnumfelds, wie zu seinerzeit angesagten Kegelbahn, wurden nie errichtet. Einzig die Kaufhalle, wo heute das zu REWE gehörende Penny ist, konnte mit den letzten Mitteln noch gebaut werden. Die Versprechungen der DDR tönen noch nach, was aber noch empörender ist, dass bis heute keine dieser Utopien in zeitgemäßer und qualitativ angemessener Form umgesetzt wurden, obwohl sie immer noch bitter fehlen.

Die hohe Verdichtung der überbauten Wiesenfläche, welche Koitenhagen angehört hat und als “Schönwalde” II übertüncht wurde, läßt bis heute wenig Platz zum Erdenken neuer Gebäude und Erschaffung für “Raum” zur Entfaltung.

Die Plattenbauten an der Makarenkostrasse waren wohl mal ursprünglich mit Ladenzeilen davor geplant. Möglich, dass es heute einen Leerstand dieser Läden geben würde oder gegeben hätte. Vielleicht würden darin Nachbarn ihre Wohnung eingerichtet haben, Künstler ihr Atelier darin betreiben, Treffpunkte für verschiedene Initiativen und Vereine darin sein oder einfach Möglichkeiten für kleine Geschäfte existieren, die im Viertel für das Viertel da sind oder spezielle Angebote vorhalten, die auch in anderen Stadtteilen fehlen. Solche Läden “müssen” nicht immer alle zu 95% vermietet sein, aber sie sind ein Teil des Möglichkeitsgefüges das eben besonders in diesen “Neubauvierteln” im ohnehin von Raumnot geplagten Greifswald fehlt.

Diese Örtlichkeiten fehlen und sie fehlen auch weiterhin bei den gerade abgeschlossenen Sanierungen und Neugliederungen in der Makarenkostrasse. Warum werden solche Investitionschancen der Wiedergutmachung und Wiederherstellung eines Gleichgewichts für die Kultivierung eines städtischen Wohlfühlraums in einer der DDR im Wohlstand überlegeneren Gesellschaft nicht genutzt? Und das, bei den gepriesenen Variationsmöglichkeiten des WBS 70 ?

Und es gibt wieder kein Leben.

* User: Wbm Mediathek, Minute 3:52-4:11, hochgeladen am 27. Dezember 2011, Bruno Flierl, PLATTENKÖPFE – Bruno Flierl, https://www.youtube.com/watch?v=x2z74vZMHl , abgerufen am 25  Februar 2017

 

Stromausfall

Von kurz nach 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr verstummten Haushaltsgeräte, versagten Router mit ihren Telefonie- und Internetzugängen den Dienst und Laptops arbeiteten dem Ende ihrer gespeicherten Energie entgegen.

In einigen Wohnblöcken fällt der Strom aus und hinter Fenstern flackert gemütlicher Kerzenschein. Auf Balkonen leuchten noch, aufgeladen von diesem sonnenreichen Tag, Solarleuchten. Vor dem stockfinsteren Schönwalde Center vor REWE sammeln sich im Dunklen Kunden und reden miteinander über die Lage, während an Trafostationen die Elektriker der Stadtwerke arbeiten, um sie wieder in Betrieb zu setzen und ein Häuserblock nach dem anderen unter Last wieder in Betrieb geht.

Gut wenn man Kerzen, Zündhölzer, ein Kurbelradio und noch ein Telefon/ Smartphone zu Hause hat, welches in einem unabhängigen Netz funktioniert, bis auch die Energie dieser Akkus aufgezehrt ist.

Gemeinschaftsgarten Schönwalde II

Ein Gemeinschaftsgarten in Schönwalde II soll in der Saison 2017 entstehen. Zum ersten Kennenlerntreffen hatte am 18. Februar 2017 der NABU Greifswald Freunde des Quartiersbüros, des Bündnisses Greifswald hilft Geflüchteten und des Nachbarschaftshilfevereins dazu eingeladen die Gartenparzelle in Schönwalde II gemeinsam zu inspizieren. Durch günstige Umstände konnten gleich drei nebeneinander liegende Kleingärten von der Uni Greifswald gepachtet werden, welche nach einer ersten Aufräumaktion am Samstag, den 04. März ab 10.00 Uhr pestizidfrei und ohne Teilnehmerausschluss bewirtschaftet werden sollen.

Neben dem Pflanzen von Gemüse, Kräutern und Blumen sollen Sitzplätze zum Verweilen und Feiern geschaffen werden. Ein Ort an dem man Menschen trifft die nicht gern alleine sind und ein schattiges Plätzchen im Grünen suchen um der Sommerhitze zu entfliehen. Wer Lust hat diesen Gemeinschaftsgarten mit aufzubauen und die Freude miteinander teilen möchte, ist willkommen und darf sich eingeladen fühlen.
Informationen zum Projekt gibt es direkt beim NABU Greifswald.

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Gemeinschaftsgarten Schönwalde II

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Gemeinschaftsgarten Schönwalde II
54.084569, 13.416721

Ketscherinbachviertel

Dieses ist eine subjektive Darstellung und steht der Ratio der herzlosen Planung des Viertels entgegen. In der Ausführung dieser Planung macht sich das Fehlen des Gespürs für Liebe und Achtung bemerkbar, welche sich in der Abwesenheit der Ausarbeitung kleiner Details zeigt und Kontraste gesetzt hätte.

Dieser Vorschlag ist Resultat meiner Beobachtung und kann nur im Zusammenhang mit der gesamten Stadtentwicklung Greifswalds gesehen werden. Für den dynamischen Stadtumbau, zur laufenden Ermöglichung guter Lebensgrundlagen, kann die Akzeptanz des sumpfigen und mit Wassergräben durchzogenen Baugrunds, eine mögliche Bedingung dazu sein, mit dem künftigen Rückbau der Bauten umzugehen. Künftig werden durch die stärkere Energieverknappung, höhere Emissionsabgaben, dem Bevölkerungsrückgang und weniger Beitragszahlern Umbauten eher unwahrscheinlicher, so dass gründlich überlegt werden sollte, worin in der Zeitspanne der kommenden 25 Jahre überhaupt noch investiert werden kann.